Warum muß ein Fantasyroman eigentlich an einem US-College spielen?

Wohin man in den Bücherregalen blickt und welchen Fantasyroman man auch in die Hände nimmt – wenn es nicht gerade High Fantasy mit seinen fiktiven Reichen und Epochen ist, dann spielt ein Fantasy Roman überwiegend in den USA an einem amerikanischen College.

Hagen Ulrich – Band 4 Krieg der Vampire

Selbst bei deutschen Autoren ist es zu beobachten, dass sie kaum auf die Idee kommen, die Handlungen ihrer Geschichten vor der eigenen Haustür spielen zu lassen. Sie wälzen Straßenkarten, bemühen google maps, um ja die sicherlich reizvolle Athmosphäre einer typischen amerikanischen Universität einzufangen. Mit ihren Cheerleadern und Footballstars, all den Klischees, wie sie bekannt und beliebt sind.

Der potente Captain im Format All-American-Boy, das blonde Cheerleader-Dummchen, das nerdige Schachclub-Mitglied nebst alkoholkranken oder alleinerziehenden Eltern, das ist für viele Autoren die beliebte und bekannte Mischung, auf deren Basis man einen Roman schreibt.

Laßt die Vampire doch mal hier zubeißen!

Fantasy ist nicht nur Unterhaltungsliteratur, sondern auch ein Stilmittel. Und das kann man genauso nutzen, um vor Ort, zum Beispiel an der Universität Bonn oder in der sächsischen Kleinstadt Plauen, die Handlung eines Vampirromans spielen zu lassen. Mich brachte der Besuch einer Ladys Night Twiligt zu der Idee, selber einmal einen Fantasyroman zu schreiben und ihn hier spielen zu lassen. Die Affäre um den homophoben Plauener CDU-Stadtrat Dieter Blechschmidt inspirierte mich zu meinem zweiten Roman Böses Blut der Vampire, auf dem sich über Jagd der Vampire bis zu Krieg der Vampire mittlerweile eine Reihe aufbaut.

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