In Krieg der Vampire taucht im Bonner Romanistikseminar der Nachlaß von Professor Colloredo auf. Ein Student hat beim Aufräumen der Bibliothek eine Kiste zu Tage gefördert, in welcher von Jan Meyer-Frankenforst mehrere Dokumente aufgefunden werden. Während Sebastian sich bei Dr. Schäfer verarzten läßt, arbeitet Jan in seinem Arbeitszimmer an dem Nachlaß. In seiner Gesellschaft sind die Vampire Elias Al-Buchari und Cosmin Radulescu.

Bei näherer Inaugenscheinnahme der Buchdeckel fällt ihnen auf, dass diese zu dick sind für normale Buchdeckel. Als sie geöffnet werden, fallen ihnen Pergamente in die Hände. Schmähschriften verschiedener Autoren gegen die Kirche aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert, die alle eines gemeinsam haben. Sie tragen das Imprimatur von Thomas Kovas, eines fiktiven k.u.k. Zensors. Und eigentlich hätten diese Dokumente gar kein Imprimatur bekommen dürfen. Die Anwesenden rätseln, was es damit auf sich hat.

Ein paar Dokumente werden den Dschinnen der Bibliothek der Bucharis übergeben und lösen dort helle Aufregung auf. Auch bei dem Dschinnen-König Abd ar Rahman und Bilal, dem Wächter des Reiches sowie Omar Tazi, dem Ersten Minister der Dschinnen, löst die Entdeckung der Papiere Betroffenheit und Ängste aus. Alle versuchen, an die Papiere zu kommen, denn sie bergen ein großes Geheimnis der Dschinnen. In Folge der Entdeckung gibt es mehrere Einbrüche in Jans Büro in der Universität und in der Villa Meyer-Frankenforst. Beim letzteren Einbruch vertreibt Lagerfeld, Jans alter Kater, zwei Dschinnen, die durch den Kamin flüchten.

Sebastian schickt seinem Vater, den er ärgern will, ein paar der alten kirchlichen Schmähschriften. Über einen Umweg bekommt Bischof Ottaviani Kenntnis davon und informiert umgehend den Vatikan, denn die Schriften enthalten gefährliches Wissen über den Ursprung des Glaubens und bilden das Grundfundament der drei Buchreligionen.

Was ist ein Imprimatur?

Das Imprimatur (lat. für „Es werde gedruckt“, auch Imprimi potest „Es kann gedruckt werden“, in Österreich und in katholischen Gegenden Deutschlands, so z. B. im Rheinland, mit grammatischer und phonetischer Angleichung an Wörter wie Kandidatur, Registratur auch die Imprimatúr) ist eine Druckerlaubnis. Sie wird nach dem Korrekturlesen der Druckfahnen vom Autor oder Verleger eines Buchs oder vom Künstler einer Grafik erteilt. Im engeren Sinne bezeichnet Imprimatur auch das Zeichen (Handzeichen, Stempel o. Ä.) eines amtlich bestellten Zensors, etwa während der vormärzlichen Pressezensur.

Bei theologischen Werken bezeichnet das Imprimatur die Druckgenehmigung durch einen Bischof der römisch-katholischen Kirche. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil brauchte jede Buchveröffentlichung von Lehrern der katholischen Theologie, Priestern und Ordensangehörigen das Imprimatur. Es wurde auch durch einen meist auf die Rückseite des Titelblatts eingedruckten Vermerk Nihil obstat (lat. es steht nichts entgegen) kenntlich gemacht. Heute wird es nur noch auf ausdrückliche Bitte eines Verfassers gewährt. Die Veröffentlichungen der durch das kirchliche Lehramt autorisierten Theologen unterliegen nach wie vor der Beurteilung und gegebenenfalls Beanstandung durch die Glaubenskongregation. Im Promotionsverfahren bezeichnet das Imprimatur oder die Druckfreigabe den letzten Schritt vor der Veröffentlichung einer Dissertationsschrift. Sie muss seitens des jeweils berufenen Organs oder seiner Mitglieder erteilt werden und dient dazu, nach der Bewertung der eigentlichen Doktorarbeit eventuell noch bestehende formale Mängel auszuräumen.

Quelle: Wikipedia

Und wer ist Thomas Kovacs?

Thomas Kovas ist einer meiner Leser, den ich in Wien persönlich kennengelernt habe. Er meistert sein Schicksal mit großer Entschlossenhit, Humor und Würde und ich verdanke ihm einige Anregungen, so auch die Grundidee der Verwendung des Imprimaturs und den Hinweis auf eine im Orden der Mechitaristen erschienene Erforschung der Evolution unseres Gottesbegriffes. Das Bild Gottes hat im Lauf der Zeit eine große Entwicklung durchgemacht und das bietet die Grundlage für das, was später als Schande der Dschinnen und Problem der drei Religionen in Krieg der Vampire II behandelt wird. Religion ist eben auch nur Fantasy.

1 Comment

  • Thomas Kovacs Posted 6. Juli 2016 19:00

    Genannte ist begeistert 🙂

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