Nick Randows Rezension zu Böses Blut der Vampire

Das Thema Fantasy in Verbindung mit Schwulen ist oft schon das Opfer wahrlich grausiger Schriften geworden. Zumeist ist der große Fehler in solchen Büchern, dass sie übersexualisiert werden, auf gut Deutsch, die Protagonisten vögeln was das Zeug hält und haben dann tatsächlich noch am Rand so etwas wie Handlungsgeschehen zu absolvieren wie eine Kür.

Anders präsentieren sich Hagen Ulrichs bissige Jungs, wunderbare verbale Konfrontationen bei denen man aus dem Lachen nicht mehr raus kommt, sind nur ein Äquivalent mit dem der Autor seine Bücher schmückt. Etwas was aber viel viel besser ist, ist die Tatsache, dass man das Geschehen nachvollziehen kann. Wäre der Vampirpart nicht, gäbe es sicherlich einen anderen Aufhänger, aber auch ohne dieses Leitbild käme diese Geschichte wunderbar aus. Was nun aber nicht bedeutet, dass ich den bissigen Aspekt missen möchte. Die Jungs haben ganz normale Probleme, die jedem Otto-Normalverbraucher passieren können. Sei es nun Krankheit, die aber wohl bemerkt nicht überdramatisiert wird, Gewaltverbrechen oder Liebe, wo man sie nicht vermuten würde. Das kann uns allen passieren und das ist etwas, was die Leser anspricht. Also eine Geschichte, in die man sich hereinversetzen kann.

Es gibt bereits eine dezente und mit Vorsicht zu genießende Leseprobe, die Hoffnung auf viel viel mehr macht und ich freu mich wahnsinnig darauf, wenn es weitergeht.

Weiterlesen: Me, Myself and I

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