Der Höllenhund Pierre fällt etwas aus dem Tableau meiner magischen Wesen heraus. Er ist einer der Walking Acts und Security Mitarbeiter in der Agentur des Eifeler Werwolfrudels und hat sich dem Rudel angeschlossen. Carsten Schüller, der Alpha des Rudels und Verhaltensbiologe, führt ihn in einem Gespräch mit Cosmin während der Gayoween Party ein und klassifiziert ihn als nicht „einer von der intellektuellen Sorte, aber absolut integer“.

Pierre ist nicht dumm, aber er ist leicht autistisch und etwas eingeschränkt in seinen sozialen Fähigkeiten. Er kann nicht erkennen, wann es sinnvoll ist, sich mit der Wahrheit etwas zurückzuhalten. Dann ist er schnell verletzt und reagiert unsicher. Von Sid, der mit ihm befreundet ist, läßt er sich jedoch schnell beruhigen. Von den Werwölfen wird er immer etwas nachsichtig behandelt, obwohl sie mit ihm nicht so recht etwas anzufangen wissen. Pierre sieht aber instinktiv, wo es etwas Beschützenswertes gibt. Er sucht noch seinen Platz.

Bei der Entwicklung des Charakters Pierre Saint Cyr stand der Höllenhund Jordan Parrish aus TeenWolf etwas Pate.

Der Höllenhund flirtet vergeblich mit Sebastian

Der Höllenhund Jordan Parrish aus TeenWolf stand Pate bei der Entwicklung des Charakters Pierre Saint Cyr

Der Höllenhund Jordan Parrish aus TeenWolf stand Pate bei der Entwicklung des Charakters Pierre Saint Cyr

Höllenhunde haben etwas mit dem Tod zu tun. Sie sind die Wächter der Toten und der Magie und wissen, wenn jemand sterben wird. In dieser Funktion sind sie mit den Gargoyles verwandt, die auch eine klar definierte Aufgabe als Wächter und Beschützer haben. Pierre verwandelt sich nicht in einen Hund, sondern verändert lediglich sein Äußeres. Seine Augen lodern flammfarben und Feuer bedeckt seinen Körper, ohne ihn zu verletzen. Seine körperlichen Kräfte wachsen und er setzt die Flammen auch als Waffe ein.

In Krieg der Vampire I flirtet der attraktive Höllenhund Pierre mit Sebastian auf der Gayoween, aber zu Sebastians großer Enttäuschung entpuppt sich Pierre als Kuschelmaus, wie Sebastian es nennt. So wird nichts aus dem geplanten kleinen Seitensprung, gegen den Cosmin nichts einzuwenden gehalbt hätte. Sebastian steht auf Sex, auch gern mit anderen und im Beisein von Cosmin, aber er liebt nur Cosmin so sehr, dass er ihm völlig vertraut.

Der Höllenhund Pierre begleitet die Turmhof WG auf Einladung von Salentin nach Boom und wird dort in das Geschehen der Entführung von Sebastian verwickelt.

Ich habe dem braunäugigen und dunkelhaarigen Höllenhund eine französische Abkunft verpaßt, denn das Rheinland ist von jeher ein Schmelztiegel verschiedener Nationen gewesen. Hier ist einiges durchmarschiert, hängengebleiben und hat sich eingefügt. Pierres Autismus ist eine kleine Herausforderung für seine Umgebung, und ich fand, dass es auch einem magischen Wesen passieren kann, nicht als perfekter Superheld daherzukommen.

Aus Krieg der Vampire I:

»Das ist Pierre, einer der Walking Acts, der heute aber frei hat und es anscheinend auf deinen Freund abgesehen hat. Ist uns mal zugelaufen.«
»Zugelaufen?«
»Pierre ist ein Höllenhund. Verwandt mit den Gargoyles. Etwas seltsame Wesen. Nicht von der intellektuellen Sorte, aber ehrlich, treu und mutig bis zur Selbstaufgabe, wenn sie sich einmal jemandem angeschlossen haben. Ideale Wächter und Security. Man muss aufpassen, was man ihnen sagt, denn sie haben einen Hang, alles sehr wörtlich zu nehmen. Und sie sind absolut ehrlich, sie können nicht lügen.«
»Hm …«, machte Cosmin unschlüssig.
»Ich kann ihn in die Schranken weisen«, bot Carsten an.
Wenn Sebastian Spaß mit einem anderen Typen haben möchte, entschied Cosmin, dann soll er das ruhig haben.
»Sebastian ist nicht mein Eigentum. Wir sind Partner und Freunde, aber nicht verheiratet«, stellte er klar und lachte kurz, weil ihn die Vorstellung, Sebastian zu heiraten, irgendwie amüsierte. Auf die Idee war er bisher noch nie gekommen. Obwohl er mit Elias und Jan ein solches Paar vor Augen hatte.
Darüber muss ich mir wirklich Gedanken machen, überlegte er. Memo an mich, es wird Zeit, dass ich wirklich sesshaft werde.
»Pierre hat eine Schlüsselkarte zu den Räumen, die auch die Incubi nutzen, wenn sie ihren Hunger stillen. Der Höllenhund wird dir deinen Freund bald entführen. Aber du bekommst ihn unversehrt zurück. Pierre ist in Ordnung. Sehr devot, und er macht fast alles, was man ihm sagt.«
Cosmin, der daran dachte, dass sein Freund im Bett darauf stand, von ihm genommen zu werden, grinste plötzlich und fühlte sich erleichtert.
»Ja, dann bin ich sicher, dass ich Basti unversehrt zurückbekomme.«
Einen Augenblick blinzelte Carsten verständnislos, dann lachte er schallend, als er kapierte. Er klopfte Cosmin auf die Schulter.

»Du Cosmin, also das hättest du erleben sollen! So ein Reinfall«, schimpfte Sebastian erbost, ohne den sich entfernenden Carsten weiter zu beachten. »Das ist mir ja noch nie passiert. Dieser Typ, total süß, erst macht er auf harter Kerl und dann sowas!«
»Wieso?«, fragte Cosmin erheitert und genoss die Ablenkung nach dem Gespräch mit dem Werwolf. Was sind schon Diskussionen über Magie, mein Erbe und magische Spezies, wenn Sebastian Harrach seine Prioritäten setzt.
»Der hat mich nach Strich und Faden angebaggert, fand mich heiß, schleppt mich in so einen Raum, wo schon andere Typen zugange sind, und dann stellt sich heraus, dass er auf Kuschelsex steht. Er wollte mich zu sich nach Haus nehmen. Also wirklich, wer ahnt denn sowas!«, beschwerte Sebastian sich missmutig. Sein Kostüm saß noch genauso wie zu Beginn des Abends. Da war nichts gelaufen, wie Cosmin feststellte.
»Pierre hat dir gefallen?«
»Mhm, das hat er. Hey, woher weißt du überhaupt, wie er heißt?«, fragte Sebastian. »Ich habe seinen Namen doch gar nicht genannt.«
»Wir haben euch beobachtet«, sagte Cosmin und erklärte Sebastian, über was er mit dem Werwolf alles gesprochen hatte. Sein Freund war aber momentan an anderen Dingen interessiert und hörte nur halb zu.
»Ui!«, machte Sebastian und suchte die Menge ab, »so viele heiße Vampire und andere Wesen sind hier? War ja klar, dass ich bei dem einzigen Typen lande, der auf Blümchensex steht und ne Kuschelmaus ist. Und sowas nennt sich Höllenhund! Nicht zu fassen!«
Er murmelte noch etwas vor sich hin, und Cosmin glaubte, etwas wie Höllenpinscher gehört zu haben.

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