Reuven Glicksman hat ein Problem. Er stammt mütterlicherseits aus einer Amsterdamer Familie, die seit sieben Generationen im Diamantengeschäft tätig ist. Seit Beginn seiner Pubertät dreht sich bei ihm vieles um Feuer, denn in regelmäßigen Abständen, etwas einmal im Monat, passiert in seiner Umgebung etwas, das mit Feuer zu tun hat. Seine Familie ist verzweifelt und weiß sich keinen Rat mehr. Schließlich konsultiert man einen jüdischen Gelehrten, den Bal Schem der Gemeinde von Amsterdam. Dieser sieht in Reuven einen Dibbuk, einen jüdischen Dämon am Werk und weissagt ihm, dass er auf feurigen Schwingen daherkommen wird.

Dinge gehen in Flammen auf. Reuven macht sich auf die Suche nach seinem Erbe, denn er weiß nicht, wer sein Vater war. Das war in der Familie immer ein Geheimnis.

Der Junge, der seit Kindertagen immer seinen Großvater in die Werkstatt begleitete, wo dieser Diamanten schliff, mag Edelsteine und Schmuck. Darin zeigt sich schon sein Erbe als Drache.

In Jagd der Vampire taucht Reuven zum ersten Mal auf, zunächst unter falschem Namen. Er ist in einem Jugendheim untergekommen und fällt dort immer wieder auf. Er versucht, seine phasenweise aufkommenden Zwischenfälle mit Feuer zu verbergen und versteckt sich auf dem Höhepunkt instinktiv in dunklen Höhlen. Dort verwandelt er sich in einen Pfauendrachen, denn sein Vater kam aus dem Iran und trug dieses Erbe in sich. Aber er kann seine Verwandlungen nicht aktiv steuern.

Gleichzeitig ereignet sich in Bad Godesberg eine Serie von Anschlägen auf Luxuslimousinen wohlhabender Godesberger. Fälschlicherweise verdächtigt die Polizei Reuven, darin verwickelt zu sein. Bei einem Vorkommnis ist er tatsächlich beteiligt, aber mehr aus Zufall und unbeabsichtigt. Es trifft den Wagen von Cosmin Radulescu, den sich Malte ausgeliehen hatte. Der Wagen brennt aus, Malte ist geschockt und die Polizisten Lars Wilhelm und Jens Nicolay nehmen Reuven als Zeugen mit. Jens wird dabei verletzt.

Später versteckt Reuven sich in einem Seitentunnel der Bonner Stadtbahn. Dort kommt es zur endgültigen Verwandlung. Die Polizei vermutet eine entlaufene Großkatze, doch das eingesetzte Polizeikommando unter Leitung von Peter Lux und Lars Wilhelm kommt schnell dahinter, dass dabei etwas Magisches beteiligt ist. Peter Lux bittet Cosmin Radulescu um Hilfe. Dieser kann sich mit dem Drachen verständigen und in einer improvisierten Rettung landet der Drache in der WG am Sterntor.

Nach der vorzeitigen Rückkehr von Sebastian und Malte aus Marokko, von der Cosmin nichts weiß, kommt es zu einem Zusammentreffen des Drachen mit den beiden Gamern. Sebastian mit seiner leichten Phobie gegen Spinnen bezeichnet Reuven zunächst als Viech, wohingegen Malte den Drachen als hübsch ansieht. Die Jung sverpassen Reuven den Spitznamen Lurchi, was dieser nicht gern hört.

In Krieg der Vampire I zieht die magische WG aus dem Haus am Sterntor, das zu klein geworden ist, in den Turmhof in Plittersdorf, damit sich der Drache besser bewegen kann. Cosmin rechnet mit der Ankunft weiterer magischer Wesen. Sebastian will dem Drachen helfen und setzt seine Magie ein, um eines jener Tore zu schaffen, das wie das in der Kasbah die Magie aufhebt. Dabei überschätzt er seine Fähigkeit und kommt fast ums Leben, jedoch rettet Reuven ihn durch den instinktiven Einsatz seines Drachenfeuers.

Reuven trifft seine Mutter wieder und seine Familie ist glücklich. Er beginnt, mit Jens zu flirten und langsam kommen sich die beiden näher. Im Verlauf der  Handlung lernt Reuven doch noch, mit Hilfe von Malika al Malikat seine Verwandlungen zu kontrollieren.

Zur Konzeption des Charakters Reuven Glicksman

Reuven ist ein siebzehjähriger rothaariger Teenager jüdischer Abkunft. Er hat typische Verhaltensweisen eines Teenagers und meint, sich mit seinem Problem verstecken zu müssen. Mir gefiiel die Idee, einen insgesamt positiven jüdischen Charakter einzuführen, der aber ein zweifach interessantes Erbe in sich trägt. Einerseits mag er – typisch für Drachen – Edelsteine, andererseits verfügt er über eine gewisse eigene Magie, die er aber nur instinktiv einsetzen kann. Er ist etwas schüchtern und läßt bei seinen Verwandlungen niemanden zusehen. In seiner Familie hat er eigentlich keine Probleme. Selbst sein Großvater hat kein Problem mit einem schwulen Enkel, solange der „einen netten jüdischen Bengel“ nach Hause bringt.

Ansonsten hat er typische Vorlieben eines Teenagers. Er mag es später, mit Jens zu biken und nach einem Mißverständnis wird er regelmäßiger Gast der Lions, eines Bonner Motorradclubs. Insgeheim macht er einen Motorradführerschein und glaubt natürlich, dass das niemand merkt.

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