Die sieben Königreiche der Dschinnen

Die Dschinnen bilden eine komplexe Parallelgesellschaft, ähnlich der der Menschen. Laut Koran werden sie in der rauchlosen Flamme geboren, sind aber für das menschliche Auge nicht sichtbar. Durch Magie und Beschwörungen kann man mit ihnen interagieren. Man kann sie heiraten, sogar Kinder mit ihnen zeugen und mehr oder weniger stabile Beziehungen mit ihnen pflegen.

In zahlreichen Schriften, Hadithen und Abhandlungen werden die Dschinnen und deren Könige erwähnt. Schamhurisch, einer der Könige, liegt in Marokko begraben und seine Grablege ist bekannt. Ernst Zbinden beschreibt in seinem Werk „Der Djinn des Islam“ die verschiedenen Vorstellungen, die menschlicherseits von den Dschinnen herrschen. Diese Vorstellungen von Dschinnen sind sehr widersprüchlich.

In Jagd der Vampire werden Malte und Sebastian von einem Dschinnenforscher in das bekannte Wissen über die Dschinnen eingeführt. Sich mit dieser Materie in den heitigen arabischen Ländern zu beschäftgen ist gefährlich. Saudi Arabien hat eine Religionspolizei mit einer Abteilung für Zauberei, und die nehmen ihren Job sehr ernst. Aus diesem Grund ist Scheich Zoman sehr auf Diskretion bedacht und will nicht, dass die beiden Studenten ihn als Quelle für die Ideen zu ihren Computerspielen nennen. Sie einigen sich schließlich darauf, dass die beiden darauf verweisen, eine gut informierte Quelle zu haben.

Später erreichen Malte, Sebastian und Cosmin durch einen Zugang in der Kasbah das Königreich der Dschinnen und werden von Bilal, dem Wächter des Reiches abgefangen. Dieser stellt sich zunächst etwas dumm und bringt Sebastian dazu, ein Tor zu öffnen, was ein Beleg ist für die große magische Begabung Sebastians.

Das Königreich liegt abgeschieden und getarnt und es besteht lediglich über die Bibliothek der Bucharis Kontakt. Die Dschinnen wollen Sebastian kennenlernen und zu dessen Unbehagen wird er der halben Regierung unter Leitung von Omar Tazi, des Ersten Ministers von König Abd ar Rahman vorgestellt. Sebastian hat einen der magischen Ringe des biblischen Königs Salomo (arab. Sulaiman), der als großer Magier galt und viele Dschinnen bannte. Insofern begegnen die Dschinnen Sebastian mit einem gewissen Mißtrauen.

König Abd ar Rahman, der Sebastian kennenlernen will, trifft den jungen Magier inkognito und überzeugt sich von dessen Integrität. Er läßt sich von ihm Hakim nennen. Die Szene ist eine Anspielung auf die in klassischen arabischen Literatur beliebten Geschichten um den Kalifen Harun ar Raschid, der zusammen mit seinem Wezir aus der persischen Familie der Barmakiden Bagdad durchstreifte, um Volkes Meinung zu erfahren oder Frauen nachzustellen.

In Krieg der Vampire öffnet Sebastian vom Turmhof aus ein Portal in das Reich der Dschinnen, um Reuven zu einer Verwandlung zu verhelfen. Omar Tazi intrigiert und sieht darin einen Versuch Sebastians, Einfluß auf die Dschinnen zu nehmen. Er bewirkt ein Gesetz, wonach eine persönliche Benutzung des Portals untersagt ist. Jedoch wollen Bilal und der König Sebastian und Reuven helfen und lassen Sebastian heimlich ein Amulett sowie Artefakte aus dem Turm zu Babel zukommen. Reuven kann sich damit verständigen und zeitweise verwandeln.

Die Karneolstadt, ein weiteres Königreich der Dschinnen, wird erwähnt, als Malika al Malikat ins Spiel kommt. Die verbannte Tochter des Herrn der Karneolstadt ist ein weiblicher Dschinn und wegen ihrer Beziehung zu dem Schlangenbändiger und Gaukler Slimane einst verbannt worden. Nach dem dieser eines natürlichen Todes starb, sorgt Lalla Sara al Buchari dafür, dass ihre alte Freundin Malika von den Kantakuzenos-Geschwistern nach Bonn gebracht wird. Sie soll Sebastian im Gebrauch der Magie unterrichten und gleichzeitig seinen Schutz in Anspruch nehmen.

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