Nachlese zum Weekend of Vampires
Unterwegs mit Peter Facinelli

Unterwegs mit Peter Facinelli

Welcher Autor träumt nicht davon, seine Bücher verfilmen zu lassen? Zumindest hatten ich und andere Autoren aus dem Bundesamt für magische Wesen das Vergnügen, am letzten Wochenende mit Peter Facinelli, Megan Franich, Aaron Jay Rome und Fred Williamson vier Darsteller aus den bekannten Vampirfilmen und –serien Twilight, 30 Days of Night, Vampire Diaries und From Dusk till Dawn kennenzulernen.

Als Sonja Wascher, für die Pressearbeit des Weekend of Vampires zuständig, anfragte, ob ich Lust hätte, Peter Facinelli mit dem Dienstwagen des Bundesamtes für magische Wesen vom Flughafen abzuholen und auch sonst ein wenig durch die Gegend zu fahren, habe ich gern zugesagt. Peter Facinelli dürfte den meisten Personen als Dr. Carlisle Cullen aus den Filmen der Twilight-Serie bekannt sein.

Unterwegs mit Peter Facinelli

Peter Facinelli beim Weekend of Vampires

Peter Facinelli beim Weekend of Vampires

Er hat sich ziemlich amüsiert über das Bundesamt für magische Wesen, einer fiktiven deutschen Behörde zur Verwaltung von Hexen, Drachen und Vampiren und so gab es natürlich nette Gespräche. Und seinen Wunsch, einmal jenseits von Tempolimits über eine Autobahn fahren zu dürfen. Er hat es genossen, die Kupplung meines Autos nicht ganz so sehr, da sie einen etwas zärtlicheren Umgang gewohnt ist. Und falls dem einen oder anderen Leser zuletzt auf der A 3 unser Dienstwagen begegnete, mit einem Fahrer am Steuer, der Verkehrsregeln etwas frei interpretierte – ich war es nicht. Ansonsten saß er neben mir, und ich konnte nach den geduldigen Auftritten mit seinen Fans, den Autogrammwünschen, Meet & Greets und der Pressekonferenz einen sensiblen, freundlichen und im Umgang angenehmen Menschen erleben. Ebenso bei einem Abendessen und der Party im Hotel.

Megan Franich und der Strampler für zahnlose Vampirbabys

Megan Franich beim Weekend of Vampires

Megan Franich beim Weekend of Vampires

Spaß gemacht hat es natürlich auch mit den drei anderen Darstellern. Megan Franich hat sich wie alle anderen Darsteller aus den Vampirfilmen auch geduldig den Fragen und Wünschen der Fans und Journalisten gestellt, ließ keine Frage der Gäste unbeantwortet und ging auf alle Wünsche der Besucher ein. Selber junge Mutter, geriet sie beim Anblick eines Stramplers für Babyvampire mit dem Aufdruck „Waiting for my Fangs“ in Verzückung und wir haben ihr dieses Muster, das es demnächst auch im Webshop des BafmW geben wird, gern überlassen.

Aaron Jay Rome, toller und disziplinierter Nachwuchsschauspieler

Aaron Jay Rome beim Weekend of Vampires

Aaron Jay Rome beim Weekend of Vampires

Aaron Jay Rome, der junge Darsteller aus Vampire Diaries, hat mich wirklich beeindruckt. Sehr professionell und ich weiß nicht, ob ich an seiner Stelle so hätte reagieren können. Nach dem langen Flug von Los Angeles nach Düsseldorf war ihm der Streß auf den Magen geschlagen. Es ging ihm erkennbar nicht gut und er hatte heftige Magenschmerzen. Doch im Umgang mit seinen Fans war davon nichts mehr zu merken. Freundlich, mit einem strahlenden Lächeln, und zu jedem Spaß aufgelegt, stand er das Programm durch. Abends, als wir zu einem Abendessen in ein Essener Lokal aufbrachen, wurde ihm angeboten, im Hotel bleiben zu können, um sich zu erholen. Er lehnte es ab, kam mit und das Restaurant organisierte ihm etwas zur Beruhigung des Magens. Bald ging er schon wieder mit Scherzen auf die Situation ein und verband sie mit seiner Rolle in Vampire Diaries, wo ihm brutal das Herz herausgerissen wurde und auch sein Genick brach. In gewisser Weise auch eine Beeinträchtigung für die Gesundheit … Ich denke, jeder Produzent kann sich glücklich schätzen, mit einem so unkomplizierten, disziplinierten und humorvollen Schauspieler arbeiten zu können.

Fred Williamson, der abgeklärte Veteran unter den Vampiren
Fred Williamson beim Weekend of Vampires

Fred Williamson beim Weekend of Vampires

Der ruhende Pol der vier Schauspieler war Fred Williamson, bekannt aus dem Quentin Tarrantino Film „From Dusk till Dawn“. Nach einer so langen Karriere wie der seinen kann einen Schauspieler wie ihn wohl kaum etwas erschüttern. Dennoch war auch ihm, ebenso wie Megan Franich, Aaron Jay Rome und Peter Facinelli die Erschütterung über die Ereignisse in München anzumerken.

Gern hätten die vier Schauspieler eine Solidaritätsbekundung veröffentlicht, um ihr Mitleid mit den Opfern und Hinterbliebenen der Anschläge vom Wochenende auszudrücken. Mit der Aussage, sich nicht von Anschlägen und Terroristen einschüchtern zu lassen, sich nicht in seinem Lebensstil von irgendwelchen irren Fanatikern beeindrucken zu lassen. Es wurde ihnen verwehrt, und zwar nicht von den Veranstaltern des Weekend of Entertainment.

Nie wieder Movie Park!

Den Sarg könnte man auch mit dem Event Center des Movie Park Kirchhellen assoziieren. Mehr Leben ist da auch nicht drin

Den Sarg könnte man auch mit dem Event Center des Movie Park Kirchhellen assoziieren. Mehr Leben ist da auch nicht drin

Die Veranstaltung als solche, schön geplant und nach meiner Ansicht gut betreut von dem Team um Andrea Krüger, Sonja Wascher und Tom Weber, geriet leider zum Flop. Verdient hätten die Schauspieler wie auch meine Autorenkollegen aus dem Bundesamt für magische Wesen etwas ganz anderes. Vom Movie Park hinter Bauzäunen mit dem Hinweis „Geschlossene Gesellschaft“ versteckt, hatte ich eher den Eindruck, der Moviepark täte alles, um Besucher fernzuhalten.

Ich sehe die Verantwortung für den Mißerfolg beim Movie Park und bin der Meinung, dass der Movie Park die Veranstalter entschädigen sollte. Für mich persönlich und auch für unser Projekt Bundesamt für magische Wesen habe ich den Schluß gezogen, dass der Movie Park kein guter Partner für einen Veranstalter ist. Es sei denn, man legt Wert auf Abgeschiedenheit und klösterliche Ruhe inmitten eines Jahrmarktes.

 

 

 

 

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