Muß ein Fantasyroman an
einem College in den USA spielen?

Mein Leben

Geboren 1967 im beschaulichen Celle, haben mich Mythen, Religion, Fantasy und auch SciFi schon immer interessiert. Welcher Junge wurde damals nicht groß mit StarTrek oder Perry Rhodan, verschlang nicht Karl May oder las Perry Rhodan? Gruselte sich in der Nacht mit der Taschenlampe unter der Bettdecke bei Bram Stokers Graf Dracula oder Mary Shelleys Frankenstein?
Ein Umweg führte mich über ein begonnenes Politik- und Orientalistikstudium schließlich zur Freude am Schreiben von Fantasyliteratur.  Was wäre, wenn es die Typen mit den alternativen Ernährungsgewohnheiten tatsächlich gäbe? Würde der Vampir an sich nicht auch nur seine Geranien vor der Gruft samt Sarg im Grünen haben wollen?
Und eines ist mittlerweile klar. Heute riefe man nicht mehr den Priester, um einen Vampir zu vertreiben. Einen nachbarschaftsaffinen Vampir würde man wohl akzeptieren. Aber Priester? Eher nicht.

2012 verschlug es mich mit zwei Freunden – es war wirklich ein Versehen – in eine Ladys Night Twilight. Kurz vor acht Uhr betraten wir den gut gefüllten Kinosaal, etwa 400 Mädels, hier und da männlicher Anhang, deren Gesichtern man es ansah, dass der jeweilige Y-Chromosomen-Träger es als schwere Strafe empfand, in diesem Film sein zu müssen.

Ich habe es genossen. Wirklich! Ein Haufen enthemmter Mädels, die sich fröhlich dem Anblick eines melancholisch leidenden Vampirs mit Glitzerfaktor, eines testosterongestählten Werwolfs mit Sixpack sowie eines tapsigen (weil unverheirateten) Mädels hingaben. Klassische Dreiecksgeschichte, angereichert mit Klischees und Fantasyelementen. Man schimpfe mich einen Chauvi, aber die Mädels standen kurz vor dem Eisprung, wenn die Jungs über die Leinwand tobten. Völlig okay!

In der Pause dann ein Sektempfang. Ein kurzer Moment relativer Stille, in dem eines der Mädels einen Satz losließ, der sämtlichen anwesenden Männern die Gesichtszüge entgleisen ließ. Naja, nicht allen. Ein paar Jungs nickten und seufzten mit.

„Scheiß auf den Ritter auf weißem Pferd, ich will einen Vampir mit Volvo!“ Dem Satz folgte ein kollektiver Seufzer, der ein unsichtbares „Ich auch!“ durch das Foyer wabern ließ.

In dem Augenblick entstand die Idee, einen Fantasyroman in Bonn anzusiedeln. Und dem Vampir eine andere Herkunft zu verpassen, denn den Vampirmythos gibt es in vielen Kulturen. Auch in Nordafrika gibt es Geschichten um Dämonen mit alternativen Ernährungsbedürfnissen. Und es gibt Gaststudenten aus aller Herren Länder.

Und so entstanden die Geschichten um die Clans der Bucharis, Radulescus, die Familien Harrach, Meyer-Frankenforst und Kasten, mit ihren Vampiren, einem zickigen schwulen Gothic, seinem nerdigen Kumpel, grusligen homophoben CDU-Politikern, einem Incubus, einem halbjüdischen pubertierenden Pfauendrachen mit Faible für in Leder verpackte Biker sowie einem Eifeler Werwolfrudel.

Fast alle wollen auch nur irgendwie durchs Leben – alles andere ist katholische Greuelpropaganda.

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