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Corona ist auch bei uns angekommen

Wie schnell es mit Corona gehen kann, erleben wir gerade am eigenen Leib. Der Ehemann, der beste von allen, hatte sich nichts weiter gedacht, als er sich am Donnerstagabend etwas müde und schlapp fühlte. Er ging früher schlafen, wie man es eben macht, wenn man sich nicht so ganz fit fühlt. Karfreitag war eigentlich schon wieder alles okay bei, aber ich dachte, machen wir lieber einen Test. Zu Ostern wollten wir die Schwiegereltern besuchen. Schwiegermama hatte sich zwar schon nach einer OP in der Reha-Klinik am Kaiser-Karl-Ring zu Weihnachten mit Covid infiziert und das mit einigermaßen milden Symptomen überstanden, aber an Franks Vater war der Kelch vorbeigegangen.

Und siehe da, der im Supermarkt gekaufte Schnelltest sprang an. Bingo. Also orderten wir für Ostersonntag einen weiteren, gemeinsamen Schnelltest im Brückenforum Beuel. Bei Frank erneut eine positive Reaktion, bei mir negativ. Von Symptomen bei uns beiden keine Spur.

Quarantäne wegen Corona

Es kam am 4. April der Anruf des Bonner Gesundheitsamtes, welches uns unter Quarantäne stellte. Kein Problem, wir sind gut versorgt; unsere netten Nachbarn, Freunde sowie die Schwiegereltern sprangen ein und übernahmen die Versorgung. Ganz vorn dabei unsere beiden Jungs, die wir 2015 aufgenommen hatten.

Dann traten bei mir Symptome auf. Zunächst harmlos, ich informierte das Gesundheitsamt und ein PCR-Test im Testzentrum in der Gotenstraße in Bad Godesberg zeigte einen positiven Befund. Bei mir verlief es nicht so leicht wie bei Frank. Zuerst war es sogar noch möglich, am Schreibtisch an meinen Büchern zu arbeiten. Ich möchte meine bisher veröffentlichten Urban Fantasy Romane 2022 neu heruasbringen und sie vorher gründlich überarbeiten. Aber es stellte sich mal mehr, mal weniger hohes Fieber ein, Schüttelfrost kam hinzu sowie der bekannte Geschmacks- und Geruchsverlust. Massive Appetitlosigkeit zeigte sich. Morgens zwei Toasts, wobei ich kaum einen Toast herunterbekam und den zweiten Toast erst in der Mittagszeit schaffte.

Und das bei einem ausgewiesenen Frühstücksfan, der beim Lesen der morgendlichen Zeitungen gern zwei, drei Pötte Milchkaffee, zwei Brötchen, gern mit ein oder zwei Frühstückseiern verschwinden läßt. Ohne Frühstück geht bei mir eigentlich gar nichts.

Buchshop geschlossen, Arbeit eingestellt

Aber es kam noch heftiger. Das hohe Fieber sorgte dafür, dass ich unseren Onlineshop schließen mußte, es war einfach nicht mehr möglich, unter Corona-Bedingungen zu arbeiten. Ein befreundeter Buchhändler hätte die Abwicklung übernommen, so wären unsere Kunden nicht in Gefahr gewesen, sich mit Corona anzustecken. Zuerst dachte ich, okay, ein paar Tage, und der Spuk ist durch. Weit gefehlt. Es stellte sich eine Schwäche ein, die es in sich hat. Am Sonntagmorgen kam ich nach dem Duschen nicht einmal mehr die Treppe hoch, um mich oben anzuziehen. Frank mußte das Gästebett im Wohnzimmer aufbauen.

Am Montag ging es dann auf einmal besser. Fein, dachte ich, das war kurz und heftig. Anscheinend war das zu früh gefreut, am Dienstag/Mittwoch kam der Rückfall mit erneuten Fieberschüben und Hustenattacken. Das Schwächegefühl verstärkte sich. Es ist ja nichts Neues, dass man nicht den ganzen Tag im Bett liegen soll, auch wenn man krank ist. Das schwächt zusätzlich. Also stand ich zwischendurch auf, ging mal durch den Garten, spielte mit den Katzen. Man glaubt gar nicht, wie anstrengend das sein kann.

Seit dem 18. April ist das Fieber endgültig verschwunden, der Appetit kehrt zurück und ich glaube, dass ich das Schlimmste hinter mir habe. Seit dem 20. April bin ich wieder stundenweise im Büro und arbeite an meinem Autorenblog und am Buchprojekt „Eifelprinzen“. Mittlerweile habe ich sämtliche Netflix-Serien durch. Jedenfalls die, die mich interessieren.

Fazit

Wir sind froh, dass es „so leicht“ verlief, denn wir kennen auch andere Fälle aus dem näheren Kollegen- und Freundeskreis. Wut und Ärger kommen auf, wenn man die Berichterstattung in den Medien sieht zu den Aktivitäten der sog. Coronaleugner und Covidioten, die die Pandemie leugnen bzw. verharmlosen. An Corona ist nichts harmlos und es ist unverständlich, dass der Staat mit seinen Ordnungskräften nicht von Anfang an durchgegriffen hat. Jeder dieser Schwurbelprinzen, Globuli-Fetischisten, Verschwörungsspinner und rechten Hetzer, der sich auf den Corona-Demos tummelt, gefährdet sich und andere. Ich hätte erwartet, dass die Polizei auch in der Lage ist, mit mehreren Einsatzhundertschaften eine illegale Corona-Demo aufzulösen, die Teilnehmer einsammelt und erst nach Feststellung der Personalien, Verhängung eines vierstelligen Bußgeldes plus Schnellverfahren vor Ort diese Irren entläßt.

 

 

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