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Verlogene CDU-Diskussion um Nathanael Liminski, Opus Dei und Armin Laschet

In diesen Tagen kommt es durch einen Wahlkampfspot der SPD an die breite Öffentlichkeit, dass Nathanael Liminski, einer der engsten Mitarbeiter des CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Armin Laschet, eine Vergangenheit als stramm katholischer Aktivist hat, die ihn als Publizist bis in die Junge Welt führte. Nathanael Liminski wird als Kanzleramtsminister unter einem hoffentlich fiktiven Bundeskanzler Laschet gehandelt.

Die Junge Welt, das ist das von der AfD-Politikerin Beatrix von Storch und ihrem Ehemann geführte Kampfblatt, welches man auch mit dem größten Wohlwollen als nichts weniger als das Sprachrohr rechtskonservativer bis rechtsextremer politischer Kreise sehen kann und es ist das Sprachrohr der AfD. Gut, fairerweise muss man einräumen, dass es zu der Zeit, als Nathanael Liminski dort publizierte, die AfD noch nicht gab.

Nun ist es so, dass man eine Äußerung eines Menschen, die er vor zehn Jahren machte, nicht unbedingt als repräsentativ für sein ganzes Leben und seine Überzeugung nehmen kann. Das könnte man zu Recht als fragwürdig betrachten und als Wahlkampf-Propaganda abtun.

Einen Kanzleramtsminister Nathanael Liminski möchte ich nicht

Aber wenn man nachforscht, kommt man doch zu dem zu kritisierenden Gesamtbild. Da sind die Nähe von Armin Laschet zu der gelinde gesagt als reaktionär verschrieenen Opus-Dei-Bewegung, da sind Nathanael Limisnkis Papstfan-Positionen zu Sex vor der Ehe (er selber hat ein Kind, das wohl als 7-Monats-Kind zur Welt kam, ein Phänomen, das man in katholischen Kreisen nach Hochzeiten häufig findet) oder zu homosexuellen Partnerschaften.

Jetzt könnte man sagen, und die CDU sowie ihr nahestehende Journalisten tun es, dass Religion Privatsache ist und nicht in die Öffentlichkeit gehört.

Mit Religion ist es mit wie mit dem Penis des Mannes. Beide haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Und Kinder belästigt man damit schon gar nicht.

Was wäre denn, wenn Nathanael Liminski kein Katholik, sondern Muslim wäre, und beispielsweise salafistische Positionen vertreten würde? Womöglich noch als Referent von Annalena Baerbock?

Die religiösen Vorstellungen von Politikern sind keine Privatsache, wenn sie die politische Arbeit betreffen. Politiker wie Volker Kauder, jahrelang CDU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag und bekennender Evangelikaler, sowie Hans-Jürgen Irmer, ebenfalls CDU-Politiker und bekennender Christ, haben jahrelang Angehörige der LGBTIQ-Community diskriminiert und mit ihrer christlich motivierten Politik u.a. jahrelang die Einführung der Ehe für Alle verhindert. Zu Recht wurden sie als Hassprediger bezeichnet.

Es war ihre christliche Einstellung und Sozialisation, die sie eine entsprechende Politik betreiben ließ. Erinnert sei auch den sächsischen CDU-Politiker Dieter Blechschmidt, ebenfalls ein Evangelikaler, der seinerzeit Guido Westerwelle wegen dessen Homosexualität zu diskreditieren suchte und Eltern empfahl, ihre Kinder zu einem Arzt zu bringen, wenn sie sich denn als schwul bzw. lesbisch outeten.

DIe christliche Lobby muß zurückgedrängt werden

Es waren und sind auch christliche Politiker, die sich einem Verbot der sogenannten Homo-Heilung widersetzten und das sogar als Eingriff in die Religionsfreiheit bis hin zur Christenverfolgung ansahen.

Und der Einfluß der religiösen Lobby ist nach wie vor stark, denn der deutsche Staat hat immer noch Angst, katholischen Bischöfen oder evangelischen Kirchen i.S. Kindesmissbrauch und dem dazugehörigen organisierten religiösen Verbrechen so entgegenzutreten wie es angebracht wäre.

Es ist der SPD zu danken, wenn sie religiöse Bekenntnisse von angeblicher Unantastbarkeit freischaufelt, denn im Namen Gottes wurde und wird viel Elend verursacht. Und deswegen ist es nur zu begrüßen, wenn ein Nathanael Liminski ausführlich auch als religiöser Fundamentalist vorgestellt wird.

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